Zeitgenössische Kunstwerke treffen wiederholt auf das Unverständnis ihrer Betrachter. Sie führen zu der Frage „Was soll das?“ oder enden mit dem Urteil „Das ist doch alles Müll!“
Ein kurze Passage aus einem Zeitungsartikel über die zweite Ausstellung der Impressionisten Monet, Cézanne, Renoir, Degas & Co., die im Jahre 1876 in den Räumlichkeiten des Pariser Kunsthändlers Durand-Ruel stattfand, hat mich daher schmunzeln lassen:
„Die Rue de Peletier ist eine Unglücksstrasse. Auf den Brand der Oper ist ein neues Unglück gefolgt. Soeben ist bei Durand-Ruel eine Ausstellung eröffnet worden, die angeblich Bilder enthalten soll.
Ich trete ein, und meinen entsetzten Augen zeigt sich etwas Fürchterliches.
Fünf oder sechs Wahnsinnige, darunter eine Frau, haben sich zusammengetan und ihre Werke ausgestellt.
Ich sah Leute vor diesen Bildern sich vor Lachen wälzen. Mir blutete das Herz bei dem Anblick.
Diese so genannten Künstler nennen sich Revolutionäre, ‘Impressionisten’. Sie nehmen ein Stück Leinwand, Farbe und Pinsel, werfen auf gut Glück einige Farbkleckse hin und setzten ihren Namen unter das Ganze.
Es ist eine ähnliche Verblendung, als wenn die Insassen einer Irrenanstalt Kieselsteine aufheben und sich einbilden, sie hätten Diamanten gefunden.“
(Albert Wolff, Le Figaro, 3. April 1876, aus: Gombrich, E.H.; Geschichte der Kunst, Berlin 1996, S. 519)
Be part of the contemporary art initiative Art21 Access ’09 and present an international preview of the Season 5 of Art:21—Art in the Twenty-First Century.
Over the past ten years, Art21 has established itself as the preeminent chronicler of contemporary art and artists through its Peabody Award-winning biennial television series Art:21—Art in the Twenty-First Century. The not for profit organization has used the power of digital media to expose millions of people of all ages to contemporary art and artists and has created a new paradigm for teaching and learning about the creative process.
Art21 Access ’09 is an international screening initiative created to increase knowledge of contemporary art, ignite dialogue, and inspire creative thinking through hundreds of public screenings and events that tailor the ideas presented in the series to the interests and concerns of local audiences. Art21 Access ‘09 depends on people’s enthusiasm to make contemporary art accessible and relevant to their own location and community.
In the past, well-established museums as well as art galleries, independent project spaces, universities and schools from all over the world have already participated in the preview screening initiatives of Season 1-4. Beyond that, they have worked with the footage and educational material of Art21; amongst others the MoMA (New York); LACMA (Los Angeles), Serpentine Gallery (London); Shanghai American School (Shanghai), YEANS (Gothenberg); Braunschweig University of Art (Braunschweig); Meet Factory (Prague), Pyramida Art Center (Haifa), SAFN (Reykjavik).
HOST YOUR OWN SCREENING EVENT
Over 240 partners worldwide have already signed up to participate in Art21 Access’09.
They are still welcoming additional sites to host a public screening in October and November of 2009. These public events include viewing parties, panel discussions and more.
Schedule your own event here. To help you plan an event, Art21 provides you with a free DVD, posters, and postcards, and you can download additional resources including a Screening Guide, Educators’ Guide, and publicity materials.
ABOUT ART21
Find more information on Art21, Seasons 1-4 and previous participating artists by visiting their website. Watch the trailer and extracts of Season 5 on the YouTube-Channel. Season 5 related announcements and content will be featured throughout the months leading to broadcast on the Art21 blog. Stay informed and join the conversation on Facebook and Twitter. Check out the photos on the Flickr stream.
SPREAD THE WORD
Please help Art21 to spread the word by forwarding this announcement to your friends and colleagues and inviting them to participate as well. If you want to have further information about Art21 Access ’09 you can contact Marc Mayer, Manager of Education and Public Programs. Email marc@art21.org or call (212) 741-7144 x23.
EPISODES AND ARTISTS OF SEASON 5
Episode 1: Compassion
This episode features artists whose works explore the possibility of understanding and reconciling past and present, while exposing injustice and expressing tolerance for others. William Kentridge, Carrie Mae Weems and Doris Salcedo are featured.
Episode 2: Fantasy
Fantasy presents four artists whose works or personal stories transport viewers to imaginary worlds and altered states of consciousness. With works that seem at times hallucinatory, irreverent, and sublime, each of these artists pursues a vision first held in the mind’s eye. Jeff Koons, Mary Heilmann, Florian Maier-Aichen and Cao Fei are featured.
Episode 3: Transformation
Whether observing and satirizing society or reinventing icons of literature, art history, and popular culture, the artists featured in Transformation capture the sensibilities of our age while at times inhabiting the characters they have created. Yinka Shonibare MBE, Cindy Sherman and Paul McCarthy are featured.
Episode 4: Systems
Artists invent new processes to convey the attitudes of today’s supercharged, information-based society, examining why we find comfort in some systems while rebelling against others. Systems features artists who realize complex projects through acts of appropriation or accumulation. In some instances, they create projects vast in scope, which almost elude comprehension. Julie Mehretu, John Baldessari, Kimsooja, and Allan McCollum are featured.
Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen…und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
(Johann Wolfgang von Goehte)
Sorry for not posting at all at the moment. Anyway, I am still alive, but don’t have much time to follow up this blog.
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Wohl oder übel komm ich nicht drum herum. Mittlerweile kann man die Übersichten über das facettenreiche Angebot für das kommende Wochenende in Berlin nicht mehr sehen. Alles aus einem Grunde: Überangebot! Die Aufnahme des Gehirns ist nur begrenzt, wenn man nicht nur die Oberfläche streifen möchte. Gut hat es der, der auch sonst in Berlin wohnt. Ihn nämlich haben die momentanen Ausstellungen und das breitgefächerte Galerieangebot für drei Tage nur peripher zu interessieren. Es folgen drei Methoden, wie man sich das Wochenende gestalten könnte. Die Hardcore-Strategie: Miete Dir ein Auto bei Robben&Wientjes. Eile von Ort zu Ort und verpasse keine Messe, Off- Messe, Ausstellung und sonstige Location. Rede mit keinem Menschen, sonst verlierst Du nur Zeit. 3 x 24hours Berlin. Es wird mit Sicherheit immer was los sein. Die GoWithTheFlow-Strategie: Hab einfach Spass und nimm das mit, was auf Dich zukommt. Unterhalte Dich mal links, mal rechts, dann wirst Du schon mitbekommen, wohin ‘man’ geht. Beobachte schnell, dass es den Meisten (leider!) recht wenig um die Kunst geht, sondern vielmehr um die besten After-Parties. Dive in your life. Die Selection-Strategie: Geh einfach nur zu den Events, für welche Du Dir VIP-Karten aus dem Freundeskreis ergattern konntest. Verbringe eine entspannte Zeit mit interessanten Menschen! Weniger ist Mehr. Nimm Dir Zeit zum betrachten und reflektieren, dann reicht die Energie auch bis in die Morgenstunden.
Vorbei, meinte man, sei die Zeit der Galerien in den S- Bahnbögen an der Jannowitzbrücke. Eher seltener trat man den Weg Richtung Holzmarktstrasse an, wo sich einst die heutigen ‘Klassiker’ wie Mehdi Chouakri, Carlier & Gebauer, c/o Atle Gerhardsen und ein zweiter Ausstellungsraum von Max Hetzler (ja, er ist schon recht viel in Berlin rumgekommen!) aneinanderreihten.
Wenige werden sich erinnern können, dass an diesem Orte 2001 die 2. Berlin Biennale stattfand, und was sonst noch so ‘vor unserer Zeit’ in den direkt an der Spree liegenden Bögen in so mancher Nacht getrieben wurde, sollte lieber im Verborgenen bleiben.
Als Hetzler seinen zweiten Standort in die Osramhöfe nach Wedding verlagerte, und Chouakri in die Edisonhöfe nach Mitte zog, breitete sich Carlier & Gebauer in drei der Bögen aus und dominierte diesen Galeriestandort. Zuletzt zog es auch sie Richtung Checkpoint Charlie – in die Markgrafenstrasse.
Doch wer weiß, wozu manch Wandel gut ist. Aus alten Zeiten verblieben ist der norwegische Galerist Atle Gerhardsen, der sich mit namenhaften Künstlern wie Jim Lambie, Lari Pittmann und Carroll Dunham im internationalen Kunstgefecht etablieren konnte. Mit der Eröffnung einer Dependance der Pariser Galerie Praz-Delavallade weht seit nun einem Jahr frischer Wind direkt von der Seine an die Spree. Auch das Büro-Friedrich ist ein Memorandum aus vergangenen Tagen. Heute residiert an diesem Ort die Galerie Mirabel Lopéz, die ihren Fokus auf die zeitgenössische spanische Kunst setzt.
Vorbei die Zeit? Nein, ganz im Gegenteil. Skandinavische Gelassenheit, spanisches Temperament und französische Eleganz erwecken diesen Galeriestandort zu neuem Leben. Fazit: Wie es so schon heißt: Alte Liebe rostet nicht!
Wer nach noch weiterer Inspiration sucht, macht einen Abstecher in die unmittelbare Umgebung, wo sich noch weitere Galerien entdecken lassen: Altbewährtes und Neues geben sich hier die Hand.
Diesen Freitag lohnt es sich besonders einen Ausflug in die Holzmarktstrasse zu unternehmen.
Praz- Delavallade zeigt unter dem Titel Pilgrim Motel Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Amy O’Neill: Press Release
c/o Atle Gerhardsen eröffnet eine Ausstellung mit Werken von Vibeke Tandberg. A Piece of Me ist in Kooperation mit der Galerie Klosterfelde organisiert worden, die zeitgleich Arbeiten der aus Oslo stammenden Künstlern zeigen wird: Press Release
Es ist lang kein Geheimnis, dass sich die Strassen rund um den Checkpoint Charlie als ein höchst geschickter Platz für einen Galeriestandort eignen. Max Hetzler roch als einer der ersten den Braten und zog aus Charlottenburg in die Zimmerstrasse. Arndt&Partner folgten ihm und konnten in den letzten Jahren ihr Imperium gleich über mehrere Stockwerke des denkmalgeschützten Komplexes der Hausnummern 88-91 ausbreiten, in dem sich um die Jahrhundertwende noch eine Markthalle und später das Berliner Konzerthaus Clou befanden. Nebst etablierten Namen wie Barbara Weiss, Jette Rudolph und Klosterfelde befindet sich hier u.a. auch die Ausstellungsräume der Galerie Upstairs und des DAAD’s.
Flaniert man die Rudi-Dutschke Strasse (ehemals Kochstrasse) entlang, so passiert man die Galerie des jungen Julius Werner und die Galerie Crone, sowie die Räumlichkeiten des Galeristen Michael Janssen. Auch die ehemalige Kuratorin Klara Wallner zog es 2006 vor, sich nicht lebenslang in der ‘Nachwuchsgalerieszene’ in der Brunnenstrasse zu tümmeln, sondern lieber Nachbar von Crone, Werner & Janssen zu werden.
Seit letztem Jahr breite sich das Galerieviertel um den Checkpoint Charlie gen Osten aus. In der Lindenstrasse 34/35 konnte sich ein Galeriekomplex etablieren, welcher sich zu einem weiteren Kraftzentrum der Berliner Galerienszene herauskristallisiert und die internationale Kunstszene anzieht. Der schwedische Galerist Claes Nordenhake erwarb vor mehreren Jahren in umittelbarer Nähe vom Axel-Springer Verlag ein historisches (was sonst!) Gebäude, verabschiedete sich von der Zimmerstrasse und holte nach und nach sieben weitere Galerien mit ins Boot. Hierzu zählen u.a. die Düsseldorfer Galerie Konrad Fischer, die Dresdner Galerie Gebr. Lehmann und Volker Diehl, der jüngst mit seiner Moskauer Dependance Gallery One Schlagzeilen machte.
‘Wenn schon, denn schon’, dachte sich wohl auch die Galerie Carlier & Gebauer und verlagerte dieses Jahr ihren Hauptsitz in die Markgrafenstrasse. Mal sehen, wen es in nächster Zeit sonst noch so in die Ecke treiben wird.
Fazit: Definitiv kein Geheimnis bleibt letztlich die Tatsache, dass von Zeit zu Zeit ein Ausflug an den Checkpoint Charlie lohnenswert ist – um den man sonst wegen seines Touristentrubels lieber einen großen Bogen macht.
Nach knapp einjähriger Debatte ist es heute soweit. Die Temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz öffnet ihre Pforten.
Die Bespielung der neuen Räumlichkeiten durch die Künstlerin Candice Breitz erfreut mich daher so, weil ihre Videoinstallationen Becoming, die 2003 in der Galerie Max Hetzler gezeigt wurde, mir bis heute unvergesslich in Erinnerungen geblieben ist und zu meiner persönlichen Top 10 Liste von Berliner Ausstellung zählt. So please, dear Candice, don’t dissapoint me!
Candice Breitz Inner + Outer Space
Vernissage: 29. Oktober 2008, 17.30 Uhr
Part I: 30.Oktober – 27.November 2008
Part II:28.November – 28.Dezember 2008
Talks – Panels – Events: Freitag, 7. November 2008, 20 Uhr: Eine Wolke kann man nicht bauen
Gerwald Rockenschaub (artist), Adolf Krischanitz (architect), Philipp Oswalt (architect); Presenter: Bernhard Schulz (cultural editor, Tagesspiegel)
Freitag, 14. November 2008, 20 Uhr: Fan Culture. Active and Passive Consumers
Candice Breitz (artist), Joko Winterscheidt (MTV moderator), Florian Hayler (founder of the Ramones Museum), Peter Hein (musician / Fehlfarben); Presenter: Raimar Stange (critic / ACO)
Freitag, 21. November 2008, 20 Uhr: What’s in a song? (in English)
Dave Allen (artist / Dominique), Ingar Dragset (artist / Asia Today), Annika Ström (artist); Presenter: Olaf Karnik (journalist, NZZ, Spex)
Freitag, 5. Dezember 2008, 20 Uhr: Representing Female and Male Prototypes in Film
Candice Breitz (artist), Isabell Heimerdinger (artist), Alice Koegel (curator): Presenter: Prof. Dr. Gertrud Koch (film scholar, FU Berlin)
Freitag, 29. Dezember 2008, 20 Uhr: Art is a man’s name
Video screening curated by Kathrin Becker with Nevin Aladag, Marc Aschenbrenner, Pash Buzari, Shahram Entekhabi, Annika Eriksson, Patrycja German, Mathilde ter Heijne, Takehito Koganezawa, Bjørn Melhus, Hajnal Nemeth, Larissa Sansour, Erik Schmidt. In cooperation with Video-Forum, Neuer Berliner Kunstverein